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Fotos

Autor: LenaSalewski | Datum: 27 Oktober 2012, 10:30 | Kommentare deaktiviert

Liebe Interessierte,

da das Interesse an Fotos ziemlich gross scheint und ich grad ziemlich gutes Internet habe, gibt es ein Fotoalbum mit unglaublichen 11 Bildern! Viel Spass beim Fernweh :P

 Ansonsten geht es mir gut, ich komme an und Alltag stellt sich langsam ein. 

 Lena 

 

Von der Burgerbraterin zur Wäschefrau

Autor: LenaSalewski | Datum: 24 September 2012, 20:10 | Kommentare deaktiviert

Ja, da bin ich wieder, aus dem tansanischen Nichts ins Internet. Mittlerweile bin ich seit einem Monat in Tansania und es gibt so viel zu erzählen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Nach einem Tag in Bukoba bin ich dann nach Ntoma gebracht worden. Dort wurde ich von meiner Chefin, die ihre Ausbildung zur Krankenschwester in Deutschland gemacht hat, ist aber schon ein paar Jahrzehnte her, der Nonne Sister Grace und meiner Nachbarin Ma Lydia begrüßt und es wurde erstmal Cola getrunken und Erdnüsse gegessen. Typisch tansanisch. Später habe ich dann noch meine andere Nachbarin, die stellvertretende Chefin Ananelis kennengelernt. Wie sich später herausgestellt hat, sind das auch die wichtigsten Personen in meinem Alltag geworden. Mein Haus hat mich umgehauen, es ist für tansanische Verhältnisse fast schon eine Villa für eine Person alleine. Meine Nachbarin hat die andere Doppelhaushälfte und wohnt da mit 5 Leuten. Ich habe zwei Schlafzimmer mit 3 Betten, ein gutes Badezimmer, eine Küche mit 3 Herdplatten, einem kleinen Ofen und einem Kühlschrank. Und noch ein großes Wohnzimmer mit Esstisch und Sitzecke. Dazu noch fließend Wasser und Strom. Das Haus steht auf dem Waisenhausgelände, wo alle Arbeiterinnen des Waisenhauses ebenso wohnen, die anderen, bis auf die oben genannten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Jetzt nach 3 Wochen ist so langsam Alltag eingekehrt, wenn auch noch nicht so richtig. Die Arbeit ist anstrengend, aber die Kinder sind einfach hinreißend. 2-3 Stunden lang wasche ich Wäsche (von Hand), hänge sie auf, nehme sie ab und falte sie. Das ist körperlich anstrengend, aber gut, da man sich mit den anderen gut unterhalten kann. Den Rest der Zeit verbringe ich mit Kinder bespaßen, Hosen wechseln, Stoffwindeln wechseln und füttern beziehungsweise beim Essen assistieren, Kinder auf den Pott setzen (ist auch in Swahili Pott) und Kinder waschen. Ich arbeite 7 Stunden am Tag, mittags habe ich 3 Stunden Pause, zum Kochen und entspannen. Nach der Arbeit gehe ich entweder zum Schulchor der benachbarten Schule oder gehe die Schüler einfach so besuchen. Außerdem werde ich immer wieder von meiner Nachbarin eingeladen, doch abends zum Essen zu kommen. Bei ihr ist auch allgemeiner Treffpunkt, da sie einen Fernseher hat. Letzte Woche habe ich eine Lehrerin an der Schule kennengelernt, die eigentlich Studentin aus Dar es Salaam ist. Das bedeutet, dass sie hier auch niemanden kennt und außerdem ein bisschen „westlicher“ und städtischer ist. Sie will auch gerne die Region sehen und rumreisen. Außerdem ist sie Lehrerin für kochen und kann fantastische Dinge in der Küche zaubern. Am Samstag sind wir auch direkt, mit einem anderen Studenten zusammen, in ein anderes Dorf gefahren, wo wir das Krankenhaus besucht haben, direkt ne Führung bekommen und Patienten und Personal kennengelernt. Und daneben ist ein Wasserfall, die Aussicht ist einfach hammer gewesen. So wunderschön! Dafür haben wir auch insgesamt 7 Stunden im Dalla Dalla gesessen, einem Kleinbus, der in Deutschland wohl 15 Sitze hätte. Hier habe ich aufgehört zu zählen, über 30 Mitfahrer sind es aber fast immer. Dafür haben die 7 Stunden gerade mal 2,50 Euro gekostet. Ich hatte dort auch meine erste PikiPiki-Fahrt. Das sind so Mofataxen. Ich hatte ziemlich Angst, aber der Fahrer ist extra langsam gefahren und es war nicht so schlimm wie gedacht. Jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben. Naja, ich hoffe, es geht euch in Deutschland allen gut. Mir geht’s super, ich könnte mir im Moment keinen besseren Ort vorstellen, an dem ich sein könnte. Ich freue mich auf alles, was ich noch so erleben werde. Was ich vermisse, sind die ganzen ungesunden Sachen wie Pizza, Miracoli, Schokolade, Chips und heute hatte ich plötzlich Heißhunger auf Cordon Bleu. Haha. Kwa heri na tutaonana! Lena ( oder auch Lina, Rena, Helena, Linda etc. wie ich hier genannt werde…)

 

siku nne; 4. Tag

Autor: LenaSalewski | Datum: 28 August 2012, 15:16 | Kommentare deaktiviert

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Habari za leo?

Dies ist mein erster Blogeintrag in Tansania und ganz ehrlich, es gibt soo viel zu erzählen!! Es ist so unglaublich anders und neu und spannend und herausfordernd… ich könnte ewig so weitermachen. Ich werde euch einen kurzen Überblick über meine ersten Tage in Tanzania geben.

Samstag gaanz früh aufstehen und zum Flughafen. Abschied. L Abends sind wir gegen 10 oder 11, ich weiß es nicht angekommen. Ein Koffer war leider in Amsterdam geblieben, nicht meiner, sondern der von Alena. Wir wurden abgeholt und sind dann durchs nächtliche DAR gefahren. Schon ein Erlebnis! Da habe ich noch nicht ahnen können, wie gechillt das im Gegensatz zu tagsüber ist! Nach einer halben Stunde waren wir am Hotel, was recht gewöhnungsbedürftig war, aber irgendwie hat man sich damit arrangiert und irgendwann auch irgendwie wohlgefühlt. Wir hatten ja zwei Zimmer, zu viert und eine Toilette hat ja funktioniert, und eine Dusche… :D Am nächsten Tag sind wir zu einem 3 oder 4stündigen Gottesdienst abgeholt worden, wo dann auch die erste Vorstellung auf Kiswahili fällig wurde, vor circa 300 Leuten. Die Leute begeistern sich einfach bei jedem Wort, das man auf Kiswahili kann! Dann sind wir essen gegangen, soo leckerer frischer Mango-Passionsfrucht-Saft und Kartoffelecken (oder so) mit viel Hühnchen. Danach Mittagsschlaf. Als wir um halb sieben (abends) aufwachen ist es dunkel und heiß in unserem Zimmer. Die Sonne ist untergegangen und es ist einfach soo dunkel hier! Außerdem war Stromausfall, was nur noch zwei- oder dreimal im Jahr passiert. Haha, was für ein Glück :D Abends zu einem Abendessen vom Chor in der Kirche, was wohl eher singen und ganz viel tanzen, bis alles klebt (es waren wohl konstante 30-35° und richtig schwül). Dann schlafen. Am Montag in Einkaufstempel, wo es sogar Pringles, Head and Shoulders und sonst auch alles gibt. Dann essen gehen, Ugali mit Hühnchen in Currysauce, lecker. Das Straßenchaos in Dar es Salaam kann man gar nicht beschreiben, wenn man es nicht miterlebt hat. Ich fasse es kurz: Es gibt keine Verkehrsregeln, nur das Recht des Größeren, Stärkeren oder Dreisteren.

Das mag sich alles sehr chaotisch und abschreckend anhören, ist es aber nicht. Wir haben uns von allen Seiten so willkommen und integriert gefühlt, das ist so toll. Die Zeit in Dar hat mir viel besser gefallen, als ich das für möglich gehalten hätte.

Heute morgen ging wieder um 6 Uhr mein Flug, mit umsteigen. Und außerhalb von Dar hab ich noch mehr Herzlichkeit erlebt. In dem zweitgrößten Flughafen Tansanias (der aus einem circa 200 m² großen Haus besteht) wird man nicht abgefertigt, sondern zuerst die Kiswahili-Kenntnisse abgefragt und bestaunt und verbessert. Das ist für eine Deutsche manchmal ganz schön verwirrend. Der Flug nach Bukoba startete circa eine halbe oder Dreiviertelstunde später (wie schnell man es sich abgewöhnt, auf die Uhr zu gucken!) und ich habe ihn hauptsächlich verpennt. Am Flughafen wurde ich von einer ehemaligen Freiwilligen, die auf Besuch ist, abgeholt, zusammen mit meiner zukünftigen Chefin und einem Pastor. Es war sehr herzlich. Sie haben mich zu einem Hotel von der Kirche gebracht, das eine wunderschöne Anlage hat und gar nicht mit unserem ersten Hotel zu vergleichen ist. Hier fühle ich mich auch allein super wohl. Frieda, die Ehemalige hat mir dann die „Stadt“ gezeigt, den Markt und ein paar Geheimtipps. Danke dafür! Wir wurden circa alle 2 Minuten angesprochen und man hat kurz über den Gemütszustand mit fremden Menschen geredet, dann gings weiter. Am Anfang habe ich sie immer noch gefragt, ob sie die Verkäufer kennt oder sonst was. Da das aber irgendwie nur selten der Fall war, habe ich es dann gelassen. Die Menschen, die ich getroffen habe, sind einfach soo offen und freundlich.

Morgen geht es dann zu meinem endgültigen Zuhause. Ich freue mich drauf!

Jetzt ist das ganz schön viel geworden… ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick geben. Es ist so anders, so grün, so schön, so warm.

Ich bin mir sicher, dass dies ein Ort ist, an dem ich mich wohlfühlen kann. Die Musik schallt über das ganze Gelände hier, wäre ich nicht so müde, würde ich wahrscheinlich tanzen.

Eure Lena

 

13 Stunden

Autor: LenaSalewski | Datum: 24 August 2012, 18:52 | Kommentare deaktiviert

Hallo Blogleser :)

 da ist er, mein erster Eintrag.

Ich werde noch 13 Stunden auf deutschm Boden sein, dann heben wir ab. Es scheint alles noch ziemlich unwirklich, der Koffer steht gepackt im Zimmer, ein letztes Mal "tschüss" sagen, und in 24 Stunden sind wir schon über Tansania. 

Die Zeit in letzter Zeit ist so unglaublich schnell vergangen und es scheint irgendwie noch sehr weit weg. 

Natürlich freue ich mich total! Morgen gehts los, darauf hat man hingearbeitet. Ich bin soo gespannt, wie unsere ersten Tage in Dar es Salaam verlaufen und die ersten Tage in der Einsatzstelle erstmal!! Es wird auf jeden Fall spannend! 

 Ich werde versuchen, euch möglichst gut auf dem Laufenden zu halten, was mir so in der weiten Welt so begegnet. Ich freue mich über jeden, der sich dafür interessiert und mir vielleicht auch die ein oder andere Nachricht zukommen lässt!

 Dann bleibt mir jetzt nur noch "tutaonana kwa mwaka mmoja!" zusagen. Wir sehen uns in einem Jahr!

 

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